Theresa Hahner

von Pia Jauch


Wachs, ganz viel Wachs. Weil es sich so gut formen lässt. Weil es glitschig ist, seine Konsistenz verändert. Man es wie einen Zaubertrank richtig anmischen und anrühren muss. Dann mit Präzision auftragen. Wieder erwärmen. Wieder auftragen. So richtig viele Arbeitsschritte müssen es sein. Und dann ist ein Teil fertig. Ein Teil. Nicht eine Arbeit. Das Teil findet sich dann in der Arbeit wieder, als Element des großen Ganzen. Gleichzeitig als Gedankenmuster, das sich durchzieht.

Groteske Gestalten. Kirchenartige Figuren. Die immer wieder auftauchen. In Skizzen, an Wänden, in Beschreibungen. Esoterisch. Religiös. Das ganze zelebrierend und verratend.

Eigentlich ganz viel Materialität. Textil. Oberfläche, die man anfassen möchte. Licht, Begeisterung für Schatten. Für Zerstörung. Meist anmutige Zerstörung von aufwendig Erzeugtem.

Räume. Fremdartige Räume. Eigens erschaffen. Zum sich verirren. Zum durch Wände gehen. Mal Dutzende Meter ablaufen. Mal Millimeter für Millimeter Figuren verschieben. Immer für Sekunden im Video. Die sich aneinanderfügen. Zu Kuriosem. Zu Fremdartigem. Zu Stimmigem.

Hass auf das Wort Genie. Auseinandersetzung mit Konzepten. Mit Politischem. Mit Strömungen in Szenen unterschiedlichster Art. Weil da ungebremste Faszination waltet. Weil so Anspielungen zustande kommen, die äußert überlegt sind. Weil es um etwas geht.

Und dann wieder mit Wachs übergießen. Oder in Wachs formen. Weil das auch im Nachhinein noch veränderbar ist. Mensch daran weiterarbeiten kann. Immer weiter kreieren, verändern, neu aufrollen.