Dóra Ilona Mohácsy
von Annemarie Lange
Ein Augenblick, festgehalten durch die Linse einer Kamera. Sie ist eine stille Beobachterin im Alltag der Anderen. Es ist ein Sehnen nach dem Sehen, ein Sehnen nach der Freiheit, stehen zu bleiben und innezuhalten.
Einmal festgehalten, sucht sie nach wiederkehrenden Elementen, schiebt Dateien von A nach B, wie Worte in ihren Gedichten. Es entstehen Kompositionen, Verbindungen werden sichtbar. Ihre Bilder sind Einblicke in das Leben; und so wird auch das, was außerhalb ihres Alltags passiert, zum Teil ihres eigenen.
In ihren Gedichten zeigt Dóri Teile von sich selbst, formt Textkörper, die Begegnungen ermöglichen. Und auf einmal sehe ich Verbindungen, ich finde mich wieder. Und auf einmal ist es auch in meinem trubeligen Alltag für einen Moment still und ruhig.