Hannah Moraw
von Charlotte Steiger
Sanft umschmiegt die Sonne den Innenhof des Gebäudes. Hannah blickt auf das Grün, das sie umgibt. Langsam durchzieht der sommerliche Geruch von Regen die Luft und Hannah steht auf. Der Regen, wie eine Einladung. Auf der Suche nach Spuren, nach dem Ende des Fadens betrachtet sie das Zueinander der Zeit. Zufrieden blickt sie den Wolken entgegen. Sie hat gefunden wonach sie suchte. Der Regen, wie ein Zeichen. Ruhig flüstert er ihr eine Geschichte ins Ohr, verrät ihr ein stilles Geheimnis. Das Spiel beginnt. Hannah greift nach ihrem Rucksack und geht los. Nie wieder wird sie diesen Moment so erleben. Fasziniert bleibt sie plötzlich stehen, die ersten Tropfen fallen bereits nieder, doch sie greift nach ihrem Skizzenbuch und beginnt ihre Reise durch die Zeit. Die Regeln dieses Spiels scheinen nicht auf den ersten Blick für die Betrachtenden erkennbar, doch lassen sich Hinweise auf diese in Hannahs Arbeiten finden. Verwoben in diese, treffen die Betrachtenden unverhofft auf stille Zeichen. Meist versteckt im Medium des Kleinen schafft, schenkt und erzählt Hannah Momente, Geschichten, gar Geheimnisse und Gemeinschaft. Laut und direkt, verwoben, intim und leise lädt Hannah die Betrachtenden ein Zeichen zu entdecken und in das Spiel ihres Universums einzutauchen.