Martin Steinfeld
von Karli Feist
Matrixa war schon da,
bevor der Spiegel beschloss, zurückzuschauen.
Ein Lidstrich zieht sich durch die Zeit,
durch Wimpern und Wahlverwandtschaft,
ein Zucken, ein Lächeln –
die Szene beginnt, wo andere enden.
Manchmal läuft es in Wellen,
manchmal in High Heels,
manchmal ohne Haut.
Du bist die Haut, die du weitergibst,
die Hand, die Farbe reicht,
der Blick, der Raum hält.
Verwandlung geschieht nicht im Kostüm,
sondern im Dazwischen, das sich traut.
Nicht nur die Wange wird weichgezeichnet,
sondern auch der Begriff von Zugehörigkeit.
Du bist viele, auch wenn du alleine stehst.
Du bist die, die sagt: „Komm her, ich geb dir was.“
Du bist der, der sagt: „Aber nicht alles.“
Du bist Matrixa und Martin und Martin und Matrixa.
Du bist Pearson, auch wenn es nicht in deinem Ausweis steht.
Du bist nicht du, sondern wir in dir –
und doch: ganz du.
Alle Pearsonitäten –
nicht gespielt, sondern gespiegelt.
Nicht fremdgeschmückt, sondern erkannt.
In Pumps und Pailletten,
im Hoodie, am Schreibtisch,
im Wohnzimmer zwischen Ficus und Fächer.
Pearson ist kein Nachname,
Pearson ist ein Versprechen.
Ein Zuhause, das sich aufträgt.
Eine Bühne, die Familie spielt –
und es dabei endlich ernst meint.
Alles daran sagt: Liebe.