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Maxi Hallermann
von Noa Findus Fix
Muskeln, Motivation, Stärke, Kraft, Männlichkeit:
Ein traditionelles Männerbild, ein Stereotyp - thematisiert, in Szene gesetzt und leicht durchbrochen - von ein bisschen rosa Stoff, blumigen Formen und Katzenbabys.
Maximilian Hallermann setzt sich in seinen installativen und performativen Arbeiten, mit (s)einem traditionellen Maskulinen Körperbild auseinander und schafft es einen Raum zu schaffen, in dem sich Ernsthaftigkeit und Schwere dieses glorifizierten Männerbildes sich mit Leichtigkeit und Witz die Wage halten.
Ob durch tiefe Schreie der Anstrengung im Gym, überspielt von miauenden Katzen,
Ballet in Tütü zwischen Hanteln und schwitzenden Männern beim Musskelaufbau,
über Performance mit eingeöltem und getöntem Bodybuilder Körper im Insta-Story Format:
Das Männerbild das Hallermann zeichnet, wenn er sich beim bearbeiten seiner Steinskulpturen mit Hammer und Meißel oberkörperfrei, im rosa BH ablichtet, ist geprägt von Körper, Struktur, Leidenschaft und Kraft, aber auch Verwundbarkeit.
Hallermann spielt mit Material und Form:
Setzt bildhauerrische Werke zusammen mit Männlich- und Unmännlichkeit assoziierten Objekten narrativ in Szene,
schafft Hantelscheiben aus Eis, die (in Echtzeit), oder aus Wachs geformt an der Wand (scheinbar) schmelzen und bringt sie an Langhanteln in Blütenformen an, daneben rosa Spitzenschuhe.
Der leidenschaftliche Sportler wird zum Performence-Künstler, der leidenschaftliche Künstler zum performativen Bodybuiler, während er mit Binäritäten und Gender-Stereotypen spielt.